Blog wird verschoben

22. September 2009

Weiter gehts ab jetzt unter http://itinafrika.wordpress.com/.

Den Grund dafür kann man hier gleich nachlesen.

(Alle bisherigen Artikel wurden ebenfalls gezügelt)

lg
Boris

Warum Nigeria immer wieder im Chaos versinkt – eine Übersicht

21. September 2009

Da ich mich zu dem Thema etwas eingelesen habe möchte ich hier für die Allgemeinheit doch eine kurze Zusammenfassung bieten. Das Beispiel von Nigeria kann natürlich in vielen Aspekten auch auf andere afrikanische Staaten angewendet werden.

Wer sich dafür interessiert dem empfehle ich das Buch „Demokratisierung und Islamisches Recht“ erschienen beim Campus Verlag. Meine Aussagen im Text beziehen sich meistens auf Informationen aus diesem Buch.

Buch zum Thema Demokratie und Scharia in Nigeria

Buch zum Thema Demokratie und Scharia in Nigeria

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Abflug verschoben

6. September 2009

Ja, ihr habt richtig gelesen. Der Abflug wurde um etwa einen Monat verschoben. Mission 21 hat sich als offizieller Träger und Verantwortlicher des Projektes zu diesem Schritt entschieden.

Der Grund dafür ist der bewaffnete Aufstand der Ende Juli im Norden Nigerias geschah. Der Monat soll zeigen wie sich die Sicherheitslage im Norden Nigerias entwickelt. Ausserdem können wärend dieser Zeit noch mehr Informationen im allgemeinen eingeholt werden.

Mission 21 hat dazu auch eigene Artikel über den Aufstand und die Hintergründe publiziert. Speziell zweiteres lohnt sich auf jeden Fall zu lesen. Der Projektleiter war persönlich in Nigeria vor Ort und hat den Artikel dann publiziert. Es gibt wohl im Moment keine bessere Quelle!

Die Sicherheitslage ist wirklich nicht einfach zu beurteilen. Dieser Monat soll wohl allen nochmal etwas Luft verschaffen um den Überblick zu gewinnen.

Malaria

1. September 2009

Es gibt einen Punkt den man oft vergisst wenn man in den Süden geht: Malaria

Meistens gestaltet sich der Umgang damit für den modernen Westler relativ Problemlos. Zweiwöchiger Safari-Trip in Namibia? Ok, dann schlucke ich halt diese Prophylaxe…

Wie sieht es aber aus wenn man mal einen ernst zu nehmenden sozialen oder wirtschaftlichen Austausch plant? Von dieser doch ziemlich paranoiden Erfahrung möchte ich hier berichten.

Zuerst aber zu ein paar Fakten:

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Aktuelle Sicherheitslage

25. August 2009

Der Chef meines Projektes kam vor kurzem von einer dreiwöchigen Dienstreise in Nigeria zurück. Er berichtet mir das der Konflikt im Norden inzwischen abgeflaut ist.

Dies war eigentlich zu vermuten, da sich die Medien zu diesem Thema in letzter Zeit totgeschwiegen haben. Will auch heissen das die Medien in solchen Fällen als Informationsquelle eher wenig taugen. Sie sind dann wohl eher als Sensationsquelle zu betrachten.

Des weiteren hätte auch mitten im Konflikt keine direkte Gefahr für mich und mein Projekt bestanden. Diese Aussage stützt sich auch auf andere Mitarbeiter die zu diesem Zeitpunkt zum Beispiel in Jos waren.

Ich bin froh, dass ich endlich ein Feedback zu dem Thema habe. Es war nicht gerade leicht Kollegen, Familie und vor allem sich selber die Unsicherheit zu nehmen wärend man von offizieller Seite nur schlechtes hört.

Es sieht also so aus als steht, von der Sicherheitslage her, dem Einsatz nichts entgegen. Das ist ja eine gute Nachricht!

Blutige Kämpfe

3. August 2009

Über unseren Nationalfeiertag tobten im Norden Nigerias blutige Kämpfe. Die meisten westlichen Medien haben darüber berichtet, so auch die NZZ (1, 2, 3) und der Tagi (1, 2).

Ich möchte kurz zusammenfassen was ich beim surfen über die Meldungen aufgenommen habe:

Im islamischen Norden gibt es diverse Gruppen die sich für die Etablierung der Scharia einsetzen. Eine besonders fundamentalistische Gruppierung die anscheinend in der Bevölkerung nicht besonders verwurzelt ist (wobei ich mich dann doch wundere woher die Angreifer kommen) hetzt sogar gegen „westliche Bildung“. Auf jeden Fall kam es zu Angriffen auf diverse öffentliche Einrichtungen. Die Antwort des Staates liess nicht lange auf sich warten. Der Aufstand oder Angriff wurde mit massivem Militäreinsatz dem Erdboden gleichgemacht. Man geht von über 600 Toten aus. Die grössten Kämpfe fanden in den Bundesstaaten Bauchi und Borno statt. In der Stadt Maiduguri lagen die Toten reihenweise in den Strassen.

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Die Sprache vor Ort

14. Juli 2009

In Garkida sprechen die Leute als Muttersprache Hausa. Hausa ist die am meisten gesprochene Handelssprache in West und Zentral-Afrika. Es wird unter anderem vom gleichnamigen Volk der Hausa gesprochen. Sie leben am südlichen Rand der Sahelzone als Bauern welche Hirseanbau und Nutzviehaltung betreiben. In den Städten sind sie auch als Handwerker, Händler und Korangelehrte unterwegs. Das Hausa ist eine von etwa 140 tschadischen Sprachen. Wer mehr darüber wissen will der findet in der Wikipedia reichlich Informationen dazu.

Das heutige Standard-Hausa hat grosse Einflüsse aus dem Arabischen sowie den Kolonialsprachen Englisch und Französisch. Das arabische Alphabet wurde durch die Standardrechtschreibung bookòo (von engl. book) durch das lateinische ersetzt.

Das Hausa hält für uns deutschsprachige einige Überraschungen bereit. So macht mir bereits das Spiel mit den Selbstlauten (Vokalen) herhebliches Kopfzerbrechen, wobei ich hoffe das es in der Praxis dann einfacher ist als in der Theorie. ;-)

Am Beispiel des Buchstaben A will ich kurz zeigen was ich meine (natürlich gilt dies dann auch für E, I, O, und U):

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Das Projekt

29. Juni 2009

Die „Mason EYN Technical School“ in Garkida ist eine Institution welche Bildung für Menschen anbietet die es sich nicht leisten können zur Schule zu gehen. Das Projekt entstand 1991 durch lokale Initiative, noch heute wird der Betrieb gänzlich durch die ansässigen sozialen Institutionen organisiert.

Begonnen hat die Schule mit der Ausbildung von Automechanikern (der Schienenverkehr fristet in Nigeria ein Schattendasein), später kam dann der Schreiner hinzu. Inzwischen wird auch Büro und Organisation (Neudeutsch Office&Management) angeboten.

Schulgebäude mit Satelliten-Schüssel

Schulgebäude mit Satelliten-Schüssel

Die Schule braucht Unterstützung bei der Informatik. Deshalb werde ich für 10 Monate nach Garkida reisen. Herauszufinden wie weit diese Unterstützung gehen soll und was Sinnvoll ist, ist teil meiner Aufgabe dort.

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Ich gehe nach Nigeria

24. Juni 2009

Seit langem bahnt es sich an… heute habe ich den Flug bestätigt!

Ich gehe nach Garkida.

Wenn du den Namen noch nie gehört hast darf dich das nicht wundern, er gehört zu einem Dorf im nord-osten von Nigeria. Nigeria hast du sicher schon einmal gehört, schliesslich ist es ein schwergewichtiges Land in Afrika (welches es auch immer wieder in die internationalen Schlagzeilen geschafft hat). Um deinen inneren Globus richtig auszurichten brauchst du nur auf den roten Punkt im Bild zu schauen.

Lage von Nigeria in Afrika

Lage von Nigeria in Afrika

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